Gipsplastik

Die Schülerinnen und Schüler der Kunst-AG präsentieren ihre ersten Gipsfiguren. Im Unterschied zur Skulptur, bei der das Kunstwerk etwa aus Stein herausgehauen wird, wird die Plastik aus bildsamen Massen modelliert - es kommt also ein additives d. h. aufbauendes Verfahren zur Anwendung. Klassische Materialien sind hierbei vor allem Ton, Gips, Porzellan und Wachs.

Ein wichtiger Verteter der Gipsplastik soll hier vorgestellt werden, der den Schülern gleichzeitig bewusst macht, wie die Bereiche der Kunst zusammenhängen, in diesem Fall die Verbindung mit der Pop-Art.

George Segal (* 26. November 1924 in New York, N.Y.; † 9. Juni 2000 in New Brunswick)) war ein US-amerikanischer Künstler, der vor allem durch seine Gips-Plastiken bekannt wurde.
George Segal wurde 1924 als Sohn jüdischer Einwanderer aus Polen in New York geboren. Er begann 1941 ein Kunststudium an der Cooper Union School of Art. Durch den Ausbruch des Krieges und der Arbeit auf der elterlichen Hühnerfarm, musste er bereits nach einem Jahr sein Studium unterbrechen. 1946 setzte er das Studium an der Rutgers University dann schließlich fort.
Segals frühe Zeichnungen und Bilder aus den 50er Jahren stellen Menschen in oft sehr dramatischen Situationen dar. Während dieser Phase suchte Segal den Wandel vom Bild in den realen Raum.
Im Zuge der neu aufkommenden Pop Art, beginnt Segal in seinen plastischen Arbeit mit Gips Figuren zu gestalten und präsentiert 1959/60 seine erste situationelle Skulptur "Man on a bicycle". Typisch für Segal ist die Verbindung von Gipsfiguren, zusammen mit echten Gegenständen. In diesem Beispiel ist der Fahrradfahrer aus Gips gefertigt das Fahrrad dagegen ein handelsüblicher Gegenstand.
In seinen ersten Skulpturen arbeitete der Künstler noch mit Holz und Draht als Gerüst für seine Figuren. 1961 geht er dazu über mit Gipsbandagen direkte Körperabfomungen vorzunehemen. Nach dem Entfernen der Gipshülle, werden die zu einem Körper zusammengesetzt. In den folgenden Jahren entstanden unter Einbeziehung realer Gegenstände Environments wie zum Beispiel "Cinema" (1963) und "The Restaurant" (1967).